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Dienstag, 19. April 2016

Klaustrophobischer Loop- Schaustelle 4

Eliane Hofstetter sprach mit Nadja Bührer über die Schaustelle.

Der Begriff des „Loop“ sollte für die kommende Ausgabe der Schaustelle den Anstoss geben. „Klaus trophobia“ nennt sie sich, Klaus, der Lift des Dynamos steht dabei im Zentrum. „Loop“ bedeutet „Schleife“, „to loop“ heisst, etwas unendlich lange zu wiederholen, oft so gemacht, dass das „Geloopte“ keinen sicht- oder hörbaren Anfang hat, wie eine Schleife oder ein Ring eben. Die Idee der Wiederholung wird mit Klaus thematisiert; diverse Projekte sollen darin realisiert werden und die Besuchenden können ihn jeweils in den verschiedenen Stockwerken zu sich rufen. Der Lift wird in ständiger Wieder-Holung hoch und runter geschickt, das ausgestellte Kunstwerk wechselt jede Stunde.

Das Konzept der Schaustelle (bisher Schaustellerei) ist es, neuen, noch am Anfang stehenden Kunstschaffenden und anderen Kreativen einen Raum für das Erschaffene bieten zu können. Ob Musik, Tanz, Poesie, Malerei oder sonstige Bereiche der Kunst, für alles und alle findet sich ein Platz. Die drei bisherigen Schaustellen nutzten das ganze Haus und den Aussenraum.

Nadja, die eine Hälfte der Organisation hinter der Schaustelle, erklärt, wie die Idee mit dem Lift zustande kam.

Es sei daraus entstanden, dass „Loop“ als Vorgabe des Überthemas der Schaustelle vorgegeben wurde. Dieses Motto auf das Haus zu übertagen, gestaltete sich als eine Herausforderung. „Wir wussten zuerst nicht, was wir damit anfangen sollen“ meint Nadja „aber dann hatten wir die Idee mit dem Lift.“ Einerseits wiederspiegelt er so das Thema der Wiederholung, da der Lift sich ständig hoch und runter bewegt und andererseits stellt diese Beschränkung des Platzes einen Gegensatz zu den vergangenen Schaustellen dar, wo praktisch das ganze Haus genutzt werden konnte. Für die Ausstellungswilligen ist aber kein spezifisches Thema vorgegeben, lediglich die Gegebenheiten des Lifts. Deswegen heisst diese Ausgabe auch „Klaus trophobia“, der begrenzte Platz soll genutzt werden, ohne klaustrophobisch zu werden.

An vergangenen Schaustellen war, wie Nadja berichtet, die Vielfalt der gezeigten Projekte und Werke sehr gross. Die Infrastruktur des Hauses war nicht blosse Ausstellungsfläche wie in einem Museum, sondern wurde selbst Teil des Gezeigten, die Gegebenheiten wurden genutzt und adaptiert. Im ganzen Haus verteilt wurden die Räume umgenutzt und zur Bühne für Musikdarbietungen, zum Marktplatz oder zur Kunstgalerie umfunktioniert. Bewundern konnte man dann auch von Skulpturen über Upcycling-Projekten und Schmuck über Street Art allerlei. Auch Workshops und Mitmach-Kunst fanden ihren Platz. Was es im Juni alles zu sehen gibt ist jetzt noch nicht bekannt, aber es werden mit Sicherheit wieder abwechslungsreiche und kreative Sujets zu sehen sein.

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