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Sonntag, 20. August 2017

Schaustelle Vol. 7: Dichterling

Bei der siebten Ausgabe der Schaustelle geht es um den kreativen Prozess des Versuchen und Scheiterns. In unserem Blog stellen sich die einzelnen Austeller*innen etwas genauer vor. Dieses Mal mit der Druckwerkstatt Dichterling.

 

Worum handelt sich euer Projekt?

Wir träumen davon ein Atelier zu eröffnen, in welchem wir den unterschiedlichsten Menschen die Technik des Tiefdruckverfahrens näherbringen können. Die Idee ist einen Ort zu generieren, wo man Kaffee trinken, die offene Werkstatt benutzen, an Workshops teilnehmen und Aufträge aufgeben kann. Das bereits bestehende Label „Dichterling“ von Johanna Ott ist unser Ideenspender und die Ausgangslage für die geplante Druckwerkstatt.

Aus alten Buchdeckeln sollen ganz persönliche, neue Dinge wie Taschen, Agenden, Brillenetuis, Notizbücher, Postkarten und vieles mehr kreiert werden können. Bücher, die zu Hause im Regal verstauben, sollen so ein neues Leben bekommen.

 

Wieso seid ihr bei der Schaustelle dabei?

Wir möchten uns mit anderen Teilnehmenden der Schaustelle über erlebte und bevorstehende Erfahrungen austauschen, da unsere Idee noch in den Kinderschuhen steckt. Wir freuen uns an diesem Anlass Einblicke in andere Aufbauprozesse zu bekommen und möchten uns gerne mit Gleichgesinnten unterhalten.

 

Wie seid ihr auf eure Idee gekommen? / Wie hat sich euer Projekt entwickelt?

Während unseres Studiums verstärkte sich der Wunsch, unabhängig von bestehenden Institutionen etwas Eigenes zu entwickeln. Losgelöst von institutionellen Rahmenbedingungen schlummert in uns der Wunsch, einen Raum für gestalterisches Ausprobieren, Scheitern und Umfunktionieren zu entwickeln. Aus bereits gelesenen, alten Büchern kann durch eine individuelle Umgestaltung im Atelier, das persönliche Objekt, neu zum Leben erweckt und zum Gebrauch umgestaltet werden.

 

Was wollt ihr mit eurem Projekt erreichen?

Wir wollen einen Ort für die Realisation von kleinen und grossen Ideen ermöglichen. Einzelpersonen, sowie Gruppen sollen von unserem Angebot profitieren können. Unser Atelier ist ein langfristiges Gedankenkonstrukt, welches wir in einem kleinen Rahmen aufziehen wollen. Eine lebhafte und längerfristige Weiterentwicklung ist unser Ziel.

 

Was ist der aktuelle Stand eures Projekts? Wie sieht die Zukunft aus?

Das Projekt „Dichterling“ besteht bereits seit einigen Jahren, unser Wunsch des eigenen Ateliers existiert erst in unseren Köpfen. Ziel wäre nach Abschluss des Masters „Kunstpädagogik“ im Herbst 2018, einen Raum in der Stadt Zürich zu finden, wo wir mit der praktischen Umsetzung unserer Ideen beginnen können.

 

Was motiviert euch?

Es macht uns grossen Spass, Wünsche und Ideen für das Ausleben unserer Lust am Vermitteln, im Trio auszutauschen. Wenn wir uns fragen wo wir in zehn Jahren gerne wären, würde uns die Vorstellung eines eigenen Tiefdruck- Ateliers in Kombination mit einem kleinen Kaffee, sehr erfreuen. Die Aussicht auf einen Alltag im Atelier, in gestalterischer Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, lässt unsere Herzen höher schlagen.

 

Wo und wann seid ihr jeweils auf externe Unterstützung angewiesen?

Zum aktuellen Zeitpunkt in vielen Bereichen. Ein passender Raum muss gefunden, eine Budgetierung aufgestellt und das potenzielle Zielpublikum evaluiert werden. Die Vernetzung mit anderen kreativen Unternehmen, wie es bei der Schaustelle möglich ist, bedeutet schon eine große Unterstützung für uns.

 

Mit welchen Netzwerken plant ihr zukünftig eine Beziehung aufzubauen?

Zum einen versuchen wir sicherlich mit unseren Workshops schulische Institutionen zu erreichen. Zum anderen sind wir offen für Firmen, kleine Kinder, Altersheime, sowie psychiatrische Kliniken und Heime für Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung.

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