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Schneewittchen zum Fürchten: Regie Dramaturgie Film Schauspiel

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Dienstagabend 28. Juni (18:00 - 21.30 Uhr) + Sonntag 03. Juli (10:00 - 18.00 Uhr)

Kursgeld: 70.- / 110.-  //  Max. Teilnehmende: 10

Inhalt: Schneewittchenschichten + Der Bahnhofsvorsteher.

Thema: Die Redaktion einer Vorlage ist nicht gleich zu setzen mit der Vorlage selber. Eine Redaktion fängt kaum je den ganzen Stoff ein, mit andern Worten, eine Vorlage wie Schneewittchen lässt sich immer auch anders erzählen und diese "andere Art", die gleiche Vorlage zu erzählen, schimmert häufig durch. Das ergibt ein "Redaktions-Flimmern". Manche Werke gehen damit sehr kunstvoll um, andere wiederum leugnen dies und "hinken" dann etwas verlegen durch den eigenen Ablauf. Dies zeigt sich am deutlichsten, wenn Drehbücher zu sehr geglättet werden und wenn aus Erzähllogik sterile Logik wird

Wo darf und muss sich eine Geschichte oder ein Werk widersprechen? Wann verwandelt sich der Wunsch nach Einheit in der Erzählung in eine stromlinienförmige Konstruktion, bei der zwar alles richtig, aber kaum noch etwas wichtig ist? Wann verrate ich mein Werk, weil ich partout einer früheren "Vision" treu bleiben will?

No interesting theory is ever consistent with all the relevant facts… Paul Feyerabend

Für: Dramaturgisch Interessierte, Schreibende und alle, die Schneewittchen (nicht) mögen...

Pflichtvisionierung:
⇒ The Station Agent
Snow White and the Huntsman (mit Charlize Theron als Arme Königin)

Pflichtlektüre:
• Grimms 1812-Version von Schneewittchen. Siehe PDF-Anhang
Snow White Anne Sextons Version Siehe PDF-Anhang (Deutsche Übersetzung auf Anfrage)

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